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Die Praxis ist vom 13.12.2018 bis zum 9.1.2019 geschlossen.

Übersicht - Erkrankungen

 

 

 

 

ADHS aus Sicht der manuellen Medizin
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine häufige psychiatrische Störung im Kindesalter. Vermutet wird eine erbliche Fehlregulation von zentralen Botenstoffen, die zu einer veränderten Wahrnehmung führt. Der Ausprägungsgrad kann von zahlreichen äußeren Faktoren beeinflusst werden.

Die Kinder leiden an Aufmerksamkeitsstörungen (Vergesslichkeit, mangelnde Organisation, leichte Ablenkbarkeit) und /oder an Hyperaktivität („Zappelphilipp“, Impulsivität).



Die Diagnose wird im Idealfall vom Kinderpsychologen anhand standardisierter Befragungen der Kinder und Eltern, sowie psychologischer Tests gestellt. Gängige Behandlungen sind Medikamente und Psychotherapie.

Aufgrund der guten Erfolge lohnt es sich, die Erkrankung einmal aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. Die manuelle Medizin oder Chirotherapie ist selbstverständlich nicht in der Lage eine genetisch bedingte Fehlregulation des Gehirns zu beeinflussen. Trotzdem gelingt es in vielen Fällen mit manuellen Techniken den Ausprägungsgrad der Symptome zu mindern, eine Besserung von Teilleistungen zu erreichen oder die Symptome vollständig zu lindern. Im letzten Fall darf man davon ausgehen, dass es sich nicht um eine ADHS gehandelt hat.

Erwachsene wissen, dass körperliche Erkrankungen zu einer Wesensänderung führen können (Antriebslosigkeit, Gereiztheit, mangelnde Konzentration usw.). Bei Kindern sind diese Zusammenhänge noch ausgeprägter. So wird ein Erwachsener z. B. eine Blockierung der Halswirbelsäule eher als Bewegungseinschränkung und Schmerz empfinden. Kinder nehmen dies aber in der Regel anders wahr und reagieren möglicherweise an anderer Stelle mit einer Symptombildung. So können aus einer harmlosen Funktionsstörung gerade der Halswirbelsäule z. B. Konzentrations- oder schulische Teilleistungsstörungen resultieren. Genau hier liegt der Ansatz der manuellen Medizin.



Manuelle (lateinisch manus = die Hand) Medizin ist eine Behandlungsmethode, die nur mit den Händen am Patienten durchgeführt wird. Manuelle Medizin und Chirotherapie (griechisch cheir = die Hand) bedeuten weitgehend das gleiche. Exakt lehrbare Handgrifftechniken und sofort nachprüfbare Ergebnisse haben heute auch die Anerkennung der Hochschulmedizin gefunden.

Die Therapie setzt dort an, wo es um reversible (umkehrbare) Funktionsstörungen der Gelenke geht. Diesen Störungen liegt eine Gelenkblockierung zugrunde. Das Gelenk ist dabei nicht wirklich ausgerenkt, sondern lediglich in seiner Funktion eingeschränkt (blockiert).Die Blockierung ist in der Regel im Röntgenbild nicht sichtbar und wird mit speziellen Grifftechniken diagnostiziert. Zum Ausschluss von Kontraindikationen (z. B. angeborene Fehlbildungen) muss jedoch ein aktuelles Röntgenbild vorliegen. Zur Aufhebung der Funktionsstörungen kommen spezielle Grifftechniken zum Einsatz.

Bei Symptomen der ADHS untersucht der Therapeut gezielt nach Funktionsstörungen der Halswirbelsäule und Kopfgelenke. Diese können dann mit speziellen Techniken der manuellen Medizin gelöst werden.

Auch die Atlastherapie als spezielle Form der manuellen Behandlung kann - wenn z. B. Blockierungen fehlen oder deren Behandlung nicht zum Erfolg führt - Sinn machen. Der Therapeut setzt hierbei mit seinem Finger Impulse an den obersten Halswirbel (Atlas) und beeinflusst damit indirekt das vegetative Nervensystem.

Es gibt keine Testung zur Vorhersage des Therapieerfolges. Da aber nach meiner Erfahrung 50 -60 % aller Betroffenen von der Anwendung profitieren und die Behandlung frei von Nebenwirkungen ist, lohnt es sich die manuelle Medizin als einen Baustein der Therapie in Betracht zu ziehen.



Allergien mit Bioresonanztherapie effizient testen und behandeln
Warum äußert sich ein Orthopäde zur Allergie-Behandlung? Ganz einfach: Die positiven Effekte der Bioresonanztherapie habe ich im Falle von Heuschnupfen am eigenen Körper erfahren.
In unserer orthopädischen Praxis wenden wir die Bioresonanztherapie schwerpunktmäßig unter anderem bei chronischen Schmerzen an. Die Wirksamkeit auch bei Allergien ist seit Jahren bekannt. Nachdem ich meinen eigenen Heuschnupfen nun erstmalig nach dieser Methode erfolgreich behandelt habe (voraus gegangen waren zahlreiche frustrierende Versuche mit schul- und alternativmedizinischen Behandlungen), setzen wir das Verfahren nun auch regelmäßig bei allergischen Erkrankungen ein.

Der Behandlungserfolg ist unabhängig von der Art der Allergie. Es spielt also keine Rolle, ob die Allergie durch Pollen, Nahrungsmittel, Medikamente oder Sonstigem ausgelöst wird.

Die Bioresonanztherapie ist eine nebenwirkungsarme und sanfte Behandlung ohne Medikamente und eignet sich daher auch zur Therapie von Säuglingen und Kindern.

Wie funktioniert die Bioresonanztherapie?

Die Wirkungsweise erklärt sich am ehesten durch folgendes Denkmodel: Jede Substanz, so auch die Körperzellen, Viren, Bakterien, Pollen, Giftstoffe etc. strahlen typische Energien aus, die man als Frequenzmuster bezeichnet.



Wenn nun schädliche Substanzen (Viren, Giftstoffe, Allergene etc.) auf den Körper einwirken, können Sie die Kommunikation zwischen den Zellen behindern. Gestörte Zellkommunikation kann organische (körperliche) Veränderungen zur Folge haben und so zur Symptombildung (Erkrankung) führen.




Nach einer speziellen Messung können z. B. Allergene (Gräser, Pollen, Nahrungsmittel etc.) getestet und anschließend gezielt behandelt werden. Die Bioresonanztherapie ermittelt körpereigene Frequenzmuster, vergleicht diese mit einem festgelegten Sollwert und schickt korrigierende Signale an den Körper zurück. Krankhafte Frequenzmuster werden dabei „gelöscht“.

Die Therapie ist kein anerkanntes wissenschaftliches Verfahren. Die positiven Erfahrungen sprechen jedoch deutlich für den Einsatz der Bioresonanztherapie, insbesondere bei Erkrankungen, die schulmedizinisch schwer beeinflussbar sind.

Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Privat versicherten Patienten rate ich, die Erstattung vorher abzuklären.
Fersensporn - Verlauf mit Stosswellentherapie verkürzen

Der Fersensporn ist eine knöcherne Ausziehung unterhalb des Fersenbeins am Ansatz einer Sehnenplatte (Plantarapo-neurose). Wiederkehrende Verletzungen oder Überlastungen des Sehnengewebes können im Rahmen von Reparatur-mechanismen zu einer knöchernen Umbildung des geschädigten Sehnenansatzes führen. Risikofaktoren sind z. B. stehender Beruf, Fehlbelastungen durch Fußfehlstellungen (z.B. Senk-Spreizfuß) oder Übergewicht. Seltener ist der hintere Fersensporn (Haglund-Exostose), eine Verknöcherung des Achillessehnenansatzes.

 

Wichtig für das Verständnis der Behandlungsmöglichkeiten ist, dass die knöcherne Ausziehung selbst keine Beschwerden bereitet. So entdecken wir bei ca. 10 % aller beschwerdefreien Patienten Spornbildungen. Schmerzen bereitet die Sehne, welche sich an der Spornspitze zu den Zehen hin fortsetzt. Die Diagnose ist darum eigentlich, auch bei sichtbarem Sporn, immer eine Sehnenansatzentzündung. Im Frühstadium kann der Sehnenansatz daher auch bei fehlender Verknöcherung Beschwerden bereiten (Plantarfasziitis).

 

Typische Symptome sind stechende, belastungsabhängige Fußsohlenschmerzen direkt unter dem Fersenbein. Häufig sind auch Anlaufschmerzen, z. B. nach langem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen, welche sich nach Belastung wieder bessern. Die Diagnose wird mit einer Röntgenaufnahme der Ferse gestellt.

 

Zu Beginn der Erkrankung sind entlastende oder korrigierende orthopädische Einlagen sinnvoll. Die Betroffenen sollten die Ferse zusätzlich regelmäßig kühlen und das untere Fußgewebe dehnen. In vielen Fällen sind diese Maßnahmen zur Ausheilung ausreichend.

 

 

 

Bei der Behandlung chronischer Fersenschmerzen und Versagen oben genannter Maßnahmen, haben sich die Konzepte im Laufe der Zeit gewandelt.

 

Injektionen mit Cortison in die Ferse sollten nach Meinung vieler Fachleute nicht mehr durchgeführt werden. Einerseits sind die Erfolge mäßig, anderseits besteht das Risiko bleibender Gewebeschäden der Sehne und besonders des umgebenden Fettgewebes (Sehnen- oder Fettgewebenekrose). Operative Maßnahmen (z.B. Durchtrennung von Nerven, Schleimbeutelentfernung) werden aufgrund der fraglichen Erfolge nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Eine operative Entfernung des Sporns ist, da dieser als Sehnenansatz dient, sicher nicht sinnvoll.

 

Die Röntgenreizbestrahlung (Anwendung von Röntgenstrahlen zur Behandlung der Entzündung) wird aufgrund der hohen Strahlenbelastung und dem damit verbundenem potentiellem Krebsrisiko weiterhin kontrovers diskutiert.

 

Als gut wirksame und nebenwirkungsarme Standardtherapie hat sich in den letzten Jahren in der Orthopädie die fokussierte Stoßwellen-therapie etabliert. Bei der Stoßwellentherapie werden kaum hörbare Schallwellen außerhalb des Körpers erzeugt (extrakorporal) und gebündelt mit einem Applikator auf den Behandlungspunkt gerichtet. Der mechanische Druck führt zu einer erhöhten Durchblutung im erkrankten Gewebe und somit zur Aktivierung körpereigener Heilungskräfte im Sehnengewebe. Zusätzlich werden Verklebungen im entzündeten Gewebe gelöst, so dass häufig bereits nach einer Behandlung für den Patienten eine Besserung zu spüren ist. In der Regel sind zwei bis drei Behandlungen im wöchentlichen Abstand für eine vollständige Genesung ausreichend.

 

Bei rezidivierenden (immer wieder auftretenden) Beschwerden oder Sehnenansatzproblemen an verschiedenen Extremitäten, ist in Erwägung zu ziehen, ob das Gewebe nicht genügend mit Nährstoffen versorgt wird. Hier kann die orthomolekulare (ortho = richtig; Molekül = Baustein von Substanzen) hilfreich sein. Die orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit dem Einsatz von Vitalstoffen (Mikronährstoffen) zur Vorbeu-gung und Behandlung von Erkrankungen. So kann die Einnahme einer speziell auf das Sehnengewebe ausgerichteten Kombination von z. B. Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren und Enzymen sinnvoll sein.

Kalkschulter – Stoßwellen statt Operation

Kalkeinlagerungen in Sehnen oder Sehnenansätzen der Schulter ("Kalkschulter", Tendinosis calcarea) sind die häufigste Ursache für Schulterschmerzen zwischen 30 und 50 Jahren. Die Beschwerden kommen häufig aus dem Nichts und sind mit einer plötzlich einsetzenden schmerzhaften Bewegungseinschränkung verbunden. Typisch ist auch die schmerzbedingte Störung der Nachtruhe. Die Diagnose wird nach Untersuchung und Befragung des Patienten einfach mittels Röntgen oder Ultraschall gestellt.

Die Ursache der Entstehung von Kalkeinlagerungen im Schultergewebe ist nicht vollständig geklärt. Es herrscht allgemeiner Konsens, dass es sich nicht um eine degenerative Alterserscheinung handelt. Vermutet werden wiederkehrende Verletzungen oder Überlastungen des Sehnengewebes. Der Körper lagert dann im Rahmen von Reparaturmechanismen "Kalk" in das verletzte Gewebe ein.

Die Behandlung der Kalkschulter kann zunächst mit schmerzstillenden Medikamenten, bei sehr starken Schmerzen auch mit Injektionen von Kortison in Verbindung mit einem Betäubungsmittel in die Schulter erfolgen. Krankengymnastik ist erst bei Schmerzrückgang unterstützend sinnvoll. Der Verlauf ist häufig langwierig. Ist die konservative Behandlung über einen längeren Zeitraum erfolglos, kann eine operative Entfernung des Kalkdepots erfolgen.



In den letzten Jahren hat sich in der Behandlung der Kalkschulter, neben oben genannten Therapien, die Stoß-wellentherapie bewährt. In 80 bis 90 Prozent aller Fälle lässt sich der Krankheitsverlauf deutlich auf wenige Wochen verkürzen und eine Operation verhindern. Zwei bis maximal drei Behandlungen im wöchentlichen Abstand sind in der Regel bis zur Beschwerdefreiheit ausreichend. Abgesehen von einer kurzfristigen Schmerzzunahme aufgrund der Gewebereaktion sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Bei der Stoßwellentherapie werden kaum hörbare Schallwellen außerhalb des Körpers erzeugt (extrakorporal) und gebündelt mit einem Applikator auf den Behandlungspunkt gerichtet. Der mechanische Druck führt zu einer erhöhten Durchblutung im erkrankten Gewebe und so zu einer Auflösung des Kalkdepots auf zellulärer Ebene.

Man unterscheidet zwei Formen der Stoßwellentherapie. Die radiale niedrigenergetische Stoßwellentherapie wirkt oberflächlich und wird von mir nur unterstützend zur Behandlung der muskulären Komponente eingesetzt. Fokussierte hochenergetische Stoßwellen haben eine wesentlich höhere Eindringtiefe, ermöglichen punktförmiges Arbeiten und erreichen somit direkt die Schulterverkalkung.

Trotz eindeutiger Studienlage (Orthopäde 2011.40:733-746) für die Anwendung der fokussierten extrakorporalen Stoßwellentherapie bei Kalkschulter ist die Behandlung nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Kranken-kassen enthalten.

KISS-Syndrom – Keine chronische Erkrankung

„Mein Kind hatte mal ein KISS-Syndrom“ – so verleihen Eltern häufig der Sorge Ausdruck, dass dieses Krankheitsbild Folgen zurück gelassen haben könnte.

Das KISS-Syndrom – per Definition Folge harmloser und heilbarer Funktionsstörungen von Gelenken der Wirbelsäule (speziell der Kopfgelenke) - ist in aller Regel relativ einfach, schnell und kausal behandelbar. Die Prognose ist bei rechtzeitiger Therapie sehr gut.

Die Abkürzung KISS steht für Kopfgelenk induzierte Symmetrie Störung. Aus manualtherapeutischer Sicht liegen Funktionsstörungen (Blockierungen) der Kopfgelenke zu Grunde. Nach meiner Erfahrung können aber auch Blockierungen anderer Abschnitte der Wirbelsäule entsprechende Symptome auslösen.



Die Säuglinge halten den Kopf und die Wirbelsäule schief und wollen die Position nur ungern verlassen. Die einseitige Lage führt häufig zu einer auffälligen Schädelasymetrie (Plagiocephalus). Die Bauchlage wird häufig nicht akzeptiert. Meist geht die Tonusasymmetrie mit einer Verarmung der Bewegungen und damit einer Verzögerung der Entwicklung einher.

Manchmal gibt es Schwierigkeiten beim Stillen, denn die Säuglinge akzeptieren die Drehung ihres Kopfes nicht, so dass sie eine Brust nicht annehmen wollen.

Weitere Symptome sind häufige Schreiattacken und Schlafstörungen. Die Diagnose wird – nach Ausschluss organischer Ursachen – durch eine spezielle körperliche Untersuchung gestellt.

Die Behandlung der Funktionsstörungen erfolgt mit schonenden Techniken aus dem Bereich der manuellen Medizin, der Atlastherapie nach Arlen und Techniken des myofascialen Lösens (Osteopathie). Der Erfolg ist in der Regel für Therapeuten und Eltern nach ein bis zwei Wochen nach zu vollziehen. Gelegentlich ist bei verbleibender Kopfverformung oder Entwicklungsverzögerung eine spezielle krankengymnastische Nachbehandlung erforderlich.

Unbehandelt können sich aus diesen Störungen im weiteren Verlauf Wirbelsäulenverkrümmungen (Skoliose), schulische Teilleistungsstörungen, Kopfschmerzen und Störungen der Feinmotorik entwickeln. Insbesondere eine unbehandelte Kopfverformung kann – abgesehen vom kosmetischen Aspekt – zu Störungen der Kiefergelenkfunktion führen.

Die Existenz des KISS-Syndroms wird von der Schulmedizin abgelehnt. Die schnellen und reproduzierbaren Behandlungserfolge belegen aber aus meiner Sicht deutlich die Zusammenhänge von Gelenkblockierungen und allgemeinen körperlichen Symptomen.

Kopfschmerzen und Migräne – Therapie nach Liebscher-Bracht

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Mehr als die Hälfte aller Deutschen gibt regelmäßig wiederkehrende Kopfschmerzen an. Die Schulmedizin unterscheidet mittlerweile über 200 Arten von Kopfschmerzen. In ca. 90 % aller Fälle kann trotz intensiver Untersuchungen keine organische Ursache festgestellt werden.

Ein Erklärungsmodel für die Entstehung von Kopfschmerzen liefert die verkürzte Nacken- und Halsmuskulatur. Das Model wird durch sehr gute Erfolge spezieller muskulärer Behandlungen bestätigt.

Muskelverkürzungen entstehen unter anderem aufgrund von Überlastung. An anderen Körperteilen ist das Problem bekannt. So dehnen Sportler ihre Muskulatur nach Belastung, um der Verkürzung vorzubeugen. Im Nacken wird dieser Aspekt leider vernachlässigt und ist meines Erachtens zu wenig bekannt.

Die Nackenmuskulatur ist bei vielen Menschen täglichen Belastungen ausgesetzt (z. B. stundenlange Bürotätigkeit in monotoner Haltung, Stress, körperliche Arbeit), die ähnlich wie bei sportlichen Aktivitäten zu Verkürzungen führen kann. Der permanente Zug der verkürzten Muskulatur setzt sich über Kopfmuskeln und Kopfhäute über den gesamten Kopf und Gesichtsbereich fort und führt so zu Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Kieferschmerzen, Sehstörungen, Ohrgeräusche oder -druck).



Je nach Belastung (z. B. Vorbeugen beim Lesen eines Buches, Überkopfarbeiten), Temperatur (Wärme entspannt die Muskulatur, Kälte führt zu einer weiteren Verkürzung - z.B. "Zug" bei offenem Fenster) und Stress nehmen die Verkürzung und damit verbundenen Symptome zu. Auch Verschleißerscheinungen (Arthrose) beeinflussen die Muskelspannung.

Die meisten Kopfschmerz-Patienten haben bereits herausgefunden, dass sich die Beschwerden über eine Nackenmassage oder bestimmte Druckpunkte am Kopf oder Nacken deutlich beeinflussen lassen. Sie haben somit für sich selbst den Ansatz für ein wirksames Therapiekonzept entdeckt. Leider ist der Effekt nicht anhaltend, da ein chronisch verkürzter Muskel bereits in seiner Struktur verändert ist.

Nach meiner Erfahrung erzielen wir mit zwei Behandlungsmethoden erstaunliche Erfolge bei Kopfschmerzen.

Sofern keine fortgeschrittenen Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule vorliegen, sind die Muskelverkürzungen und damit verbundenen Beschwerden sehr gut und dauerhaft mit der Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht zu beheben.

Der Therapeut übt mit seinem Daumen Druck auf bestimmte Muskelansätze aus, bis eine Entspannung der Muskulatur zu spüren ist (ca. 1- 3 Minuten).

An den Muskelansätzen befinden sich in hoher Anzahl Muskelspindeln, die dem zentralen Nervensystem die Muskelspannung übermitteln. Der Druck auf die Muskelspindeln vermittelt dem Gehirn eine Überdehnung des Muskels.

Zum Schutz der Muskulatur werden körpereigene Reflexe aktiviert, die den Muskel sofort in einen Entspannungszustand bringen, der mit anderen Methoden so nicht zu erreichen ist. Auch die strukturellen Veränderungen im Muskel werden so gelöst.

Der Effekt ist für den Patienten und Therapeuten bereits nach einer Behandlung sofort nachvollziehbar.

Im Anschluss erhält der Patient entsprechend der behandelten Muskulatur Dehnübungen, die regelmäßig durchgeführt werden sollten. Der tägliche Aufwand beträgt ca. 10 – 15 Minuten.

Bei regelmäßiger Anwendung der Übungen ist ein Widerauftreten der Beschwerden nicht zu erwarten.

Bei fortgeschrittenem Verschleiß der Wirbelsäule (Arthrose) bevorzuge ich die Atlastherapie nach Arlen. Hier werden über eine Stimulation des obersten Halswirbels (Atlas) vegetative Reflexe zur Entspannung der Halsmuskulatur genutzt. Der Effekt ist nicht so anhaltend wie bei der Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht, dafür ist die Behandlung schonender.

Restless-Leg-Syndrom – Ruhige Beine mit Implant-Akupunktur

Das Restless-Leg-Syndrom (RLS) zählt zu einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Je nach Quelle sind in Deutschland ca. 5 bis 10% der Bevölkerung von der Erkrankung betroffen.

Patienten mit RLS leiden unter anderem an einer quälenden Unruhe in den Gliedmaßen, wodurch das Schlafverhalten in erheblicher Weise gestört wird. Das Ausmaß des Schlafmangels scheint für die meisten Betroffenen das größte Problem darzustellen. Häufig resultieren daraus Depressionen, Antriebslosigkeit oder chronische Schmerzzustände. Die Diagnose Restless-Leg-Syndrom wird nach Ausschluss anderer Ursachen vom Neurologen gestellt.



Die Erkrankung ist im Allgemeinen nicht heilbar, die Symptome lassen sich dennoch gerade im Anfangsstadium gut mit Medikamenten beeinflussen. Das Problem der medikamentösen Therapie besteht jedoch darin, dass die Erkrankung trotz Behandlung in der Regel stetig fortschreitet. So muss die Medikamenten-Dosierung regelmäßig nach oben hin angepasst werden oder aber auf andere Wirkstoffe mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen umgestellt werden.

Hier kann die Implant-Akupunktur als Grundtherapie von Nutzen sein. Das Verfahren stellt eine Weiterentwicklung der Ohrakupunktur dar. Die bekannte positive Wirkung der Ohrakupunktur wird durch Implantate dauerhaft aktiviert. An die entsprechenden Ohr-Punkte werden unter sterilen Bedingungen Implantate aus Titan in einer Größe von ca. 2,5 mm eingesetzt. Die Nadel wächst nach wenigen Tagen unsichtbar und ohne Narben im Gewebe ein. Im Gegensatz zur klassischen Ohrakupunktur ist der Wirkungszeitraum nicht begrenzt, durch die Implantate wird so eine kontinuierliche Stimulation und Regulation des zentralen Nervensystems ausgeübt.



Mit der Implant-Akupunktur ist ebenfalls keine Heilung möglich. Häufig verzögert sich aber durch diese Behandlung ein Fortschreiten der Erkrankung. Auch die Symptome können oft deutlich reduziert werden. Insbesondere berichten die meisten Patienten nach der Behandlung über eine eindeutige Verbesserung der Schlafqualität. Dementsprechend kann die Medikamentengabe niedrig gehalten, in manchen Fällen sogar wieder abgebrochen werden.

Die Implant-Akupunktur darf nur von zertifizierten Therapeuten angewendet werden und sollte in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Neurologen erfolgen.

Sowohl das Verfahren als auch das Behandlungsspektrum werden stetig weiter entwickelt.Neben dem Restless-Legs-Syndrom lassen sich mit der Implant-Akupunktur auch M. Parkinson, Multiple Sklerose, chronische Schmerzen, Neuralgien, Sodbrennen, Übergewicht und Migräne günstig beeinflussen.

 
Schwindel – Behandlung mit Atlastherapie

In Deutschland leiden je nach Alter bis zu 20% aller Menschen unter Schwindel.

Fast jeder hat zahlreiche Untersuchungen und Arztbesuche hinter sich, ohne dass eine organische Ursache ausfindig gemacht wird. Trotz deutlich eingeschränkter Lebensqualität wird ihnen mitgeteilt, dass "sie damit leben müssen".

Mit der Atlastherapie kann der Schwindel nach meiner eigenen Erfahrung ohne Kenntnis der Ursachen positiv beeinflusst werden, oder sich sogar vollständig zurück bilden.

Die Atlastherapie nach Arlen ist eine besonders schonende manualmedizinische Technik. Der Therapeut arbeitet mit kurzen Druckimpulsen im Bereich des obersten Halswirbels (Atlas). Diese Impulse wirken auf die Eigenwahrnehmung des Körpers, auf das unwillkürliche Nervensystem und das Gleichgewichtssystem.



Im Bereich des Atlas befinden sich eine Vielzahl von Nervenschaltstellen (Rezeptoren), die Kontakt zu Nervenbahnen zwischen Gehirn und Körper haben. Diese Rezeptoren kontrollieren die Stellung des Körpers im Raum und die Spannung des gesamten Muskel- und Sehnensystems. Bei krankhaften Zuständen werden falsche Informationen weitergeleitet. Mit der Atlastherapie wird der nervliche Regelkreis kurz unterbrochen und „neu sortiert“ wieder aufgebaut. Auf diese Weise können verschiedene Schmerzsyndrome und Funktionsstörungen des ganzen Körpers behandelt werden. Vom Prinzip her ist die Behandlung mit dem Reset-Knopf des Computers vergleichbar.

Die Impulse sind schmerzfrei. Im Gegensatz zur klassischen Chirotherapie gibt es keine typischen Risiken bei der Atlastherapie. Der Therapeut gibt einen sehr kurzen Impuls mit einem Finger auf den Querfortsatz des ersten Halswirbels. Zur Bestimmung der Impulsrichtung wird ein Röntgenbild benötigt.

In der Regel sind 3 Behandlungen ausreichend.

Die Behandlung sollte erst dann erfolgen, wenn durch den Internisten, Neurologen und Hals-Nasen-Ohren-Arzt organische Ursachen ausgeschlossen sind.

Die Atlastherapie ist kein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren und wird daher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Nur speziell ausgebildete Fachärzte dürfen diese Behandlung ausüben.

Die Atlastherapie kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Als besonders sanfte Methode ist sie auch für die Behandlung von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern geeignet. Neben Schwindel eignet sich die Atlastherapie auch zur Behandlung von Schreikindern, Tonusanomalien bei Säuglingen, chronischer Kopfschmerz, Migräne, vegetative Störungen (Schwitzen, kalte Füße), Konzentrationsstörungen, Lern- und Schreibschwäche, Verbesserung der Koordination (z. B. nach Schlaganfall, spastischen Paresen.

Skoliose – Strahlungsfreie optische Wirbelsäulenvermessung

Skoliose (altgriechisch: skolios = krumm) bezeichnet eine Seitverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper, die durch Muskelanspannung nicht mehr aufgerichtet werden kann.

Sekundäre Skoliosen treten in Folge anderer Erkrankungen auf (Fehlbildungen, neurologische Erkrankungen, Muskelerkrankungen) und bilden 10% aller Fälle. Mit 90% ist die idiopathische Skoliose, deren Ursache unbekannt ist, deutlich häufiger.

Eine Verkrümmung der Wirbelsäule bereitet zunächst keine Beschwerden. Die Skoliose fällt daher den Eltern, Verwandten oder dem Arzt im Rahmen der Routineuntersuchungen meist zufällig auf. Die idiopathische Skoliose entwickelt sich häufig um das 10. Lebensjahr herum, der weitere Verlauf korreliert deutlich mit den Wachstumsschüben. In den Wachstumsphasen können die Verkrümmungen unter Umständen schnell zunehmen.

Die Einteilung des Schwergrades erfolgt mit einer speziellen Winkelvermessung im Röntgenbild, dem sog. Cobb-Winkel. Leichte Verkrümmungen mit einem Cobb-Winkel bis zu 10° (skoliotische Fehlhaltung) sind zunächst lediglich kontrollbedürftig. Darüber hinaus gehende Verkrümmungen sollten behandelt werden.



Je nach Schwergrad stehen therapeutisch spezielle krankengymnastische Verfahren, Korsett-Behandlung bis hin zu aufrichtenden Operationen zur Verfügung. Wir haben zusätzlich sehr gute Erfahrungen mit sog. propriozeptiven (reflektorische) Einlagen. Hierbei werden Fußmuskelreflexe zur Tonusveränderung der Muskulatur genutzt. In vielen Fällen wird so die Aufrichtung der Wirbelsäule deutlich unterstützt.

Eine körperliche Untersuchung führt zunächst zur Diagnose Skoliose. Für die weitere Einteilung und Therapieplanung ist dann eine Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule notwendig. Eine einzelne Röntgenuntersuchung ist bezüglich der Strahlenbelastung sicherlich unbedenklich. Da sich aber Behandlung und Kontrollen über mehrere Jahre erstrecken, summiert sich leider auch die Strahlenbelastung. Die Folgen sind schwer einzuschätzen. Unumstritten ist, dass die lebenslange Strahlenbelastung zur Reduzierung des Krebsrisikos auf ein Minimum begrenzt werden sollte.

Wir wenden deshalb für die Kontrollen (wenn möglich auch für die Diagnosestellung) die optische Wirbelsäulenvermessung an. Die 4-D-Wirbelsäulenvermessung ist eine strahlenfreie Alternative zu Röntgenuntersuchungen. Es ermöglicht zudem nicht nur die statische eindimensionale Messung, sondern auch die funktionelle Analyse der Wirbelsäulenstatik und Körperhaltung. Durch ein künstliches Lichtraster auf dem Rücken des Patienten werden individuelle Veränderungen der Wirbelsäule in kürzester Zeit erkannt und mit einer Videokamera aufzeichnen. Eine spezielle Software errechnet dann ein millimetergenaues mehrdimensionales Bild der Wirbelsäule und ermittelt Abweichungen von der normalen Körperhaltung. Ebenfalls werden Verkrümmungen und Verdrehungen einzelner Wirbelkörper festgestellt.

Abgesehen von der Strahlungsfreiheit, wird der Therapierfolg in eindrucksvoller Weise anschaulich dargestellt. Dadurch erhalten unsere jungen Patienten außerdem einen Motivationsschub für die meist aufwendige und langwierige Behandlung.

Tinnitus - Das "Klingeln" mit Yamamoto-Akupunktur lindern

Tinnitus aurium (lateinisch: „Klingeln im Ohr“) ist ein Krankheitszeichen (Symptom), bei dem die Betroffenen Geräusche wahrnehmen, welche in der Außenwelt nicht vorhanden sind. In vielen Fällen geht der Tinnitus mit einer Hörminderung einher.

 

Die Ursachen sind vielfältig und können verschiedene Ebenen der Hörbahn betreffen. Ausschlaggebend für den Behandlungserfolg ist die Einteilung in eine akute und chronische Form. Es herrscht allgemeiner Konsens, dass die Behandlungserfolge mit einer kausalen Therapie in den ersten drei Monaten (akute Form) am besten sind. So ist gerade zu Beginn der Symptomentstehung die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgruppen besonders wichtig, um die Ursachen zügig erkennen und behandeln zu können.

 

Die Aufgabe der Orthopädie bzw. manuellen Medizin in diesem Zusammenhang besteht in der Abklärung von Funktionsstörungen der Halswirbelsäule und Kiefergelenke. Wir wissen, dass aufgrund der engen anatomischen Nachbarschaft, Erkrankungen der Halswirbelsäule und Kiefergelenke zu einer Beeinträchtigung nervlicher Strukturen und Schaltstellen der Hörbahn führen können. Der Therapeut sucht mit speziellen Techniken und Testungen der manuellen Medizin gezielt nach Funktionsstörungen von Wirbelgelenken (Blockierungen), muskulären Dysbalancen der Nacken- und Kiefergelenkregion, sowie nach Störungen der Kiefergelenkfunktion (craniomandibuläre Dysfunktion). Die Behandlung erfolgt befundabhängig mit Techniken der manuellen Medizin, Osteopathie oder Physiotherapie, ggf. in Zusammenarbeit mit einem Kieferorthopäden.

 

 

Bei chronischem Verlauf(Tinnitus länger als drei Monate bestehend) sind auch bei Kenntnis der Ursachen die Erfolge der gängigen als mäßig einzuschätzen. Dies gilt sowohl für die manuelle Medizin, als auch für andere Behandlungsansätze. Das Ohrgeräusch scheint sich verselbstständigt zu haben. Hier hat sich eine große „Spielwiese“ für alle möglichen Therapieformen entwickelt, deren Nutzen in der Regel nur der Anwender selbst beurteilen kann.

 

Wir wenden beim chronischen Tinnitus und bei Versagen anderer Therapien mit gutem Erfolg die Yamamoto-Schädel-Akupunktur (YNSA – Yamamoto New Scalp Acupuncture) an. Diese Form der Akupunktur wurde in den siebziger Jahren von dem japanischen Anästhesisten Dr. Toshikatsu Yamamoto entwickelt und seitdem kontinuierlich erweitert und ergänzt. Im Vergleich zur klassischen Körper- oder Ohrakupunktur ist die Schädel-Akupunktur insbesondere bei neurologischen Erkrankungen und Tinnitus überlegen. Die Behandlung wird wie bei der klassischen chinesischen Akupunktur mit sterilen Akupunkturnadeln durchgeführt. Die Punktauswahl erfolgt aber bei dieser Form über eine manuelle Hand-, Bauchdecken- oder Halsdiagnostik. Die Nadeln werden am Kopf in die aktiven Punkte eingebracht und verbleiben für 30 Minuten. Je nach Erkrankungsstadium sind 5 – 10 Behandlungen notwendig.

 

Zwei Drittel aller Tinnitus-Patienten profitieren von der Yamamoto-Schädel-Akupunktur. Es gelingt nicht immer, das Ohrgeräusch vollständig zu beseitigen. Dementsprechend betrachten viele Betroffene schon die Umwandlung eines quälenden in ein tolerables Ohrgeräusch als Therapieerfolg.

Verletzungen und Überlastungen im Golfsport

Der Golfsport wird zunehmend auch bei uns zum Volkssport. Über 350.000 Golfspieler haben die Faszination des Golfsportes in Deutschland bereits für sich entdeckt, jährlich kommen ca. 25.000 Spieler hinzu.

 

Aufgrund der immer größer werdenden Beliebtheit, beobachten wir insbesondere in der Orthopädie eine Zunahme von Verletzungen und Überlastungen durch das Golfspiel. Durch die hohen Spitzen-belastungen während der Schlagbewegung kommt es kurzfristig zu starken Belastungen auf den gesamten Gelenk- und Bewegungsapparat. Ursachen für Verletzung und Fehlbelastung sind häufig eine ungünstige Schlagtechnik, schlechte Grundfitness und falsche Vorbereitung. Auch die Ausrüstung inkl. Caddie kann eine Rolle spielen.

 

Ein ambitionierter Golfer weiß, dass Golf auch konditionell eine anspruchsvolle Sportart ist. Während einer 18-Loch-Golfrunde legt der Golfer eine Wegstrecke von ca. 10 km zurück. Der Kalorien-verbrauch während eines vierstündigen Spieles wird auf ca. 1500 kcal geschätzt (Zum Vergleich: 2 h Tennis 960 ca. 1000 kcal, 1 h Joggen ca. 700 kcal.). In mehreren Studien konnte belegt werden, dass sich der Blutdruck bessert, das Herzinfarktrisiko sinkt und die Blutfette sinken, was im Wesentlichen auf die Fettverbrennung zurückzuführen ist. Egal, ob Sie Golf als Hobby oder Leistungssport betreiben, Ernährung als auch die Grundfitness sind eine Voraussetzung, dass Sie auch am 18. Loch noch kontrolliert abschlagen können.

 

Als Golf Medical Coach habe ich eine spezielle Ausbildung absolviert und unterstütze Golfspieler nach der sogenannten Free Release Methode. Abhängig von Ihren Beschwerden analysieren wir nach neuesten wissenschaftlichem Stand der Golfbiomechanik ihre Schwungqualität und Ausrüstung, um individuelle Lösungsansätze zu finden.

Zusätzlich beraten wir nach aktuellen Kenntnissen der golfspezifischen Sportmedizin in Fragen der Prävention, Ernährung und Verbesserung der Grundfitness, damit Sie auch am 18. Loch noch konzentriert und kraftvoll abschlagen können.

Tennisarm & Golferellenbogen

Als Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis) bezeichnet man Ellenbogenschmerzen aufgrund einer Überbe-anspruchung der Hand- und Fingerstrecker. Die verkürzte und überspannte Muskulatur reizt durch permanente Zugbelastung das Sehnengewebe am Musekelansatz. Im Vergleich zur Muskulatur ist Sehnengewebe schlecht durchblutet und daher nicht besonders anpassungsfähig. Eine andauernde muskuläre Reizung führt schließlich zu entzündlichen Veränderungen des Sehnengewebes am äußeren Knochenvorsprung des Oberarmknochens (Epicondylus) - so entstehen dann die charakteristischen Beschwerden eines Tennisarmes. Jeglicher Therapie-ansatz sollte daher die Sehnenveränderungen und gleichzeitig die muskuläre Situation ins Visier nehmen.

 

Der Golfer- oder Werferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris) ist seltener. Hier sind die Hand- und Fingerbeuger mit ihrem Ansatz am inneren Epicondylus betroffen.

 

Typische Symptome sind Schmerzen am Ellenbogen bei Bewegung des Ellenbogens selbst, der Hand oder der Finger. Gegenstände können nicht mehr gehalten werden oder fallen aus der Hand, Händeschütteln wird häufig als unangenehm empfunden. Über die Unterarmmuskeln können die Beschwerden bis in die Finger ausstrahlen und sogar Taubheitsgefühle verursachen. Die Diagnose wird im Rahmen der körperlichen Untersuchung mit speziellen Provokationstests gestellt. Weiterführende Untersuchungen (Röntgen, Ultraschall, MRT) sind nur ausnahmsweise notwendig.

 

Treten die Symptome tatsächlich im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten auf, ist es sinnvoll, zunächst die Schlag- und Schwungtechnik zu überprüfen und ggf. zu korrigieren. Auch die Griffgröße des Schlägers - egal ob zu klein oder zu groß - hat deutlichen Einfluss auf die Belastung der Unterarmmuskulatur. Beim Tennisschläger sollte der Abstand zwischen Fingern und Handballen eine Zeigefingerbreite betragen, beim Golf- und Badminton-Schläger zum Beispiel dürfen die Finger den Handballen leicht berühren.

 

Die meisten Betroffenen erlangen ihre Beschwerden jedoch nicht durch sportliche Aktivitäten. Häufiger sind einmalige ungewohnte (handwerkliche Tätigkeit, Hausarbeiten, Gartenarbeit etc.) oder täglich wiederkehrende Überlastungen (tägliches Arbeiten mit der Maus am Computer, Fließbandarbeit, tägliches Handwerk, etc.). Aufgrund der zunehmenden Häufigkeit der Ellenbogenschmerzen im Rahmen von Computer-Tätigkeiten spricht man auch gerne vom „Mausarm“.

 

Injektionen mit Cortison an den Ellenbogen – leider immer noch häufig angewendet – sind aufgrund der sehnenschädigenden Wirkung nicht sinnvoll. Zudem zeigen aktuelle Studien keinen positiven Effekt von Cortison-Injektionen auf den Verlauf der Erkrankung. Auch die weit verbreitete, komplette Gips-Ruhigstellung des Ellenbogens, macht aus Sicht der funktionellen Orthopädie wenig Sinn. Die muskuläre Dysbalance wird hierdurch eher gefördert und das entzündete Sehnengewebe „verklebt“, so dass im Anschluss häufig eine Zunahme der Beschwerden zu beobachten ist. Die Indikation zu operativen Maßnahmen (Entlastung des Sehnenansatzes und Verödung von schmerzleitenden Nerven) sollte zurückhaltend gestellt werden. Wir wissen heute, dass die Beschwerden in vielen Fällen nach einiger Zeit wieder auftreten - und dann, aufgrund des entstandenen Narbengewebes, sehr hartnäckig sein können.

 

Zu Beginn der Erkrankung ist eine Entlastung bzw. Teilbelastung im schmerzfreien Bereich sinnvoll. Üblicherweise werden funktionelle Verbände, physikalische Therapie, entzündungshemmende Medikamente und Salben, muskeltonisierende Krankengymnastik und Bandagen angewendet.

 

Mit diesen klassischen Verfahren ist der Verlauf mitunter sehr langwierig. In unserer Praxis bevorzugen wir daher andere Therapie-Konzepte.

 

Aus funktioneller Sicht macht es Sinn, zunächst einmal die gesamte Muskelkette des betroffenen Armes in Augenschein zu nehmen. So können Blockierungen der Halswirbelsäule, Störungen der Gelenkmechanik der Schulter und des Handgelenkes, als auch muskuläre Dysbalancen des Oberarmes (Bizeps und Trizeps) die Beschwerden verursachen. Auch atypisch verlaufende Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule sollten in Erwägung gezogen werden.

 

Als gut wirksames und nebenwirkungsarmes Verfahren hat sich die Kombination fokussierter und radialer Stoßwellentherapie bewährt. Neben der schnellen Wirksamkeit, empfinden es die meisten Betroffenen als sehr angenehm, dass bei diesem Therapiekonzept in der Regel auf eine langwierige Entlastung verzichtet werden kann. In der Kombination der Schallwellen werden sowohl die Sehnen-, als auch die muskulären Komponenten der Erkrankung berücksichtigt und behandelt. Bei der hochenergetischen fokussierten Stoßwellentherapie werden kaum hörbare Schallwellen außerhalb des Körpers erzeugt (extrakorporal) und gebündelt mit einem Applikator auf das Sehnengewebe gerichtet. Der mechanische Druck führt zu einer erhöhten Durchblutung im erkrankten Gewebe und somit zur Aktivierung körpereigener Heilungskräfte im Sehnengewebe. Zusätzlich werden Verklebungen im entzündeten Gewebe gelöst, so dass häufig bereits nach einer Behandlung für den Patienten eine Besserung zu spüren ist.

 

Radiale niedrig energetische Stoßwellen wirken oberflächlich, streuen weiter und eignen sich daher besser zur Behandlung des muskulären Aspektes. Die radialen Stoßwellen nutzen wir auch zur Triggerpunkt-Therapie der Unterarmmuskulatur. In der Regel sind zwei bis drei Behandlungen im wöchentlichen Abstand für eine vollständige Genesung ausreichend.

 

Auch die Akupunktur-Behandlung hat mittlerweile, aufgrund der guten Wirksamkeit, einen festen Stellenwert in der Behandlung des Tennis- und Golferellenbogens. Hier wird das Problem aus Sicht der chinesischen Medizin angegangen: Dünne Nadeln, die an bestimmten Punkten in die Haut gestochen werden, harmonisieren die Energieströme des Körpers und regen seine Selbstheilungskräfte an. Im Vergleich zur Stoßwellentherapie tritt der positive Effekt später ein. Die Akupunktur ist aber dann von Vorteil, wenn eine Kombination aus Tennis- und Golferarm oder begleitende Verschleißerscheinungen (Arthrose) des Ellenbogens vorliegen.

 

Bei rezidivierenden (immer wieder auftretenden) Beschwerden oder Sehnenansatzproblemen an verschiedenen Extremitäten, ist in Erwägung zu ziehen, ob das Gewebe nicht genügend mit Nährstoffen versorgt wird. Hier kann die orthomolekulare Medizin (ortho = richtig; Molekül = Baustein von Substanzen) hilfreich sein. Die orthomolekulare Medizin beschäftigt sich mit dem Einsatz von Vitalstoffen (Mikronährstoffen) zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen. So kann die Einnahme einer speziell auf das Sehnengewebe ausgerichteten Kombination von z. B. Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren und Enzymen sinnvoll sein. 

Richtig Abnehmen durch Sport

Fotosearch k7741288Für eine effektive und anhaltende Gewichtab-nahme ist es sinnvoll, eine Ernährungs-umstellung mit regelmäßiger sportlicher Aktivität zu kombinieren. Besonders geeignet sind Konditionssportarten wie z.B. Laufen, Walken, Schwimmen und Radfahren. Jedem ist bekannt, dass gezielte Bewegung „Kalorien verbrennt“ und somit das Abnehmen erleichtert. Hinzu kommt, dass ein gut trainierter Körper einen höheren Energie-grundumsatz aufweist. Die aufgebaute Muskelmasse verbraucht auch im Ruhe-zustand mehr Energie und der trainierte Stoffwechsel ist in der Lage, früher auf seine Fettreserven zurück zu greifen. Sport ist daher besonders wichtig, um das erreichte Gewicht, auch bei normaler Ernährung, zu halten.

 

Die Kalorienausbeute bei sportlicher Bewegung ist relativ gering – zum Abtrainieren z. B. eines Cheeseburgers müsste man ca. 30 Minuten joggen, für eine Pizza wäre man schon ca. 2 Stunden unterwegs.

 

Umso wichtiger ist es, die meist knappe Zeit für den Sport so zu nutzen, dass die Kalorienverbrennung optimal ist.

 

Der Bereich der bestmöglichen Kalorienverbrennung ist von vielen Faktoren abhängig: Alter, Geschlecht, Muskelmasse, Gewicht, Grundfitness usw. Daher gibt es leider keine allgemeingültige Faustformel für ein Training mit optimalem Energieverbrauch. Die immer noch weitverbreitete Weisheit, lang und langsam zu trainieren, hat keine Allgemeingültigkeit und kann dazu führen, dass das Training in Hinblick auf die gewünschte Gewichtabnahme recht frustrierend ausfällt. Richtig ist zwar, dass bei niedriger Belastung der Körper prozentual mehr Fett verbrennt – allerdings sind in diesem Bereich der Energieumsatz und damit auch die Fettflussrate niedrig. So steigern Sie zwar Ihre Fitness, Kalorien werden aber nicht optimal verbrannt und die Kilos schmelzen nur langsam.

 

Die Kunst ist es also, genau im individuellen Bereich zu trainieren, in dem der Stoffwechsel optimal auf seine Fettreserven zurück greift und die maximal mögliche Kalorienzahl verbrennt, ohne in den anaeroben Kohlehydratstoffwechsel zu geraten.

 

Wie kann ich meinen individuellen Trainingsbereich bestimmen?

 

Herkömmliche Verfahren, wie z. B. Laktatmessung oder Pulsuhren, können hierzu einen Anhaltspunkt bieten. Die Messungen basieren aber auf statistischen Mittelwerten, von denen leider 80% aller Menschen abweichen. Der Goldstandard zur individuellen Leistungsdiagnostik in der Sportmedizin ist seit Jahren die Spiroergometrie ( = Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit). Dieses Verfahren war bislang sehr aufwendig, zum Teil auch unbequem, und deswegen bisher hauptsächlich Leistungssportlern vorbehalten.

Der Aeroman© - ein Gerät zur Spiroergometrie der neueren Generation - ist in der Lage, die eigene Stoffwechselsituation komfortabel ohne Blutabnahme und Atemmaske in ca. 15-20 Minuten zu bestimmen. Hierzu wird der Energiestoffwechsel über das menschliche Atemgas analysiert, um so den Anteil von Fettverbrennung und Kohlenhydratverbrauch als Energiequelle zu bestimmen. Zudem wird der aktuelle Fitness-Zustand ermittelt. Auf diese Weise kann man präzise den individuellen Trainingsbereich definieren, in dem die überflüssigen Pfunde schneller schmelzen oder die Fitness gezielt gesteigert werden kann.

 

Morgendliches Training auf nüchternen Magen kann zusätzlich noch den Effekt auf die Gewichtabnahme optimieren. Bei entleertem Kohlehydratspeichern greift der Körper früher auf die Fettreserven zurück. Zudem sollte man circa eine Stunde nach dem Training auf Nahrungsaufnahme verzichten. Nach einer sportlichen Aktivität läuft der Stoffwechsel weiter auf hohem Niveau (Nachbrenneffekt). Durch Nahrungsverzicht während der Nachbrennphase gewinnt der Körper die benötigte Energie aus den Fettdepots, anstatt aus der zugeführten Nahrung. So werden auch noch nach dem Sport Kalorien effektiv verbrannt.

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